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Den Dialog von Welt und Kirche führen

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Susanne Claußen ist neue Bildungsreferentin

Mit Dr. Susanne Claußen ist die Fachstelle Bildung und Erwachsenenarbeit im Evangelischen Dekanat Wiesbaden wieder besetzt. In einem Gottesdienst in der Evangelischen Matthäuskirche wurde Claußen jetzt offiziell in ihr Amt eingeführt.

Als einen „außergewöhnlich sympathischen und kontaktfreudigen“ Menschen, beschrieb Dekan Dr. Martin Mencke die neue Mitarbeiterin, die bereits seit Februar im Dienst ist.
„Wir freuen uns, dass wir Sie, Frau Dr. Claußen, gefunden haben. Und wir trauen Ihnen zu, dass Sie den Dialog zwischen Welt und Kirche engagiert führen und moderieren können."

Dass es Susanne Claußen gelingen werde, die kirchliche und säkulare Öffentlichkeit anzusprechen, dass sie genügend Teamfähigkeit, Integrationskraft und Begeisterungsfähigkeit für die zahlreichen Vernetzungsaufgaben mitbringe, davon ist Mencke überzeugt.
Für ihn ist es eine der wichtigsten Aufgaben der Kirche unserer Zeit, zu verdeutlichen, dass Glaube eine bestimmte Haltung formatiere: „Diese Haltung schwankt nicht im Beliebigen, sondern beruht auf einer gewissen Zusage.“ Und diese Haltung einzuspielen, in die Diskurse unserer Zeit – das sei essentiell an kirchlicher Bildungsarbeit. „Die Menschen fragen nach dem Grund, den Zusammenhängen, dem Ziel unserer Hoffnung“, so Mencke: „Und diesen Fragen, diesen Auseinandersetzungen wollen wir uns gerne stellen.“

Im bayerischen Dachau geboren ist Claußen in einem evangelischen Pfarrhaus am Rande der Alpen aufgewachsen. An der Universität Tübingen hat sie nach dem Abitur Vergleichende Religionswissenschaft, Empirische Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte studiert. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Wiesbaden-Biebrich.

Im Bereich Bildung und Wissensvermittlung bringt die 43-Jährige viel Fachwissen und Erfahrung mit: In den vergangenen Jahren hat sie freiberuflich als Gästeführerin, Historikerin und Autorin sowie als Kuratorin gearbeitet. Im Auftrag der Evangelischen Landeskirche Württemberg hat sie unter anderem das Bibelmuseum Stuttgart kuratiert.
Für das Evangelische Dekanat Wiesbaden verfasste sie 2017 das Buch „Reformation wagen - Bürger, Bauer, Edelmann in Zeiten großer Veränderung“, das vom Societäts-Verlag herausgegeben wurde.

Für die Kultur- und Religionswissenschaftlerin ist es auf ihrer neuen Stelle essentiell, dass Bildung für alle ermöglicht wird – und zwar Bildung als Wissensvermittlung und im Sinne einer persönlichen Weiterentwicklung. Claußen: „Dass wissenschaftliche Erkenntnisse, wie etwa der Klimawandel, teils bewusst ignoriert oder verfälscht werden, entsetzt mich. Hier muss Kirche als Wissensvermittlerin und -mehrerin wirken, sie muss mit den anderen Bildungsinstitutionen an einem Strang ziehen, um unsere Gesellschaft demokratiefähig zu halten.“ Darüber hinaus sieht sie es kritisch, dass für den Bereich der Persönlichkeitsbildung heute oft wenig Zeit bleibe. Charakterbildung, Persönlichkeitsentwicklung seien wenig gefragt, wenn man vor allem gute Fotos von sich brauche, so Claußen. „Dabei müssten viele Menschen weniger an ihrem Äußeren, als an ihren inneren Werten arbeiten. Hier sehe ich eine vordringliche Aufgabe für mich als kirchliche Bildungsträgerin.“

Inhaltlich möchte sie möglichst vielfältig arbeiten, um auch möglichst vielen Menschen Anknüpfungspunkte zu bieten. „Dank eines großartigen Kollegiums und guter Kooperationspartnerinnen und -partner scheint hier sehr viel möglich zu sein“, ist sich Claußen sicher.


Kontakt:
Dr. Susanne Claußen, Evangelisches Dekanat Wiesbaden, Fachstelle Bildung
Schlossplatz 4, 65183 Wiesbaden
Telefon: 0611 – 734242-32, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


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