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Woche der Stille ist eröffnet

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Mit einem Vortrag des Autors Pierre Stutz und seinem eindringlichen Appell - "weniger Druck, mehr Kind" - ist am Abend vor dem Maifeiertag die Aktionswoche "Wiesbaden hält inne" eröffnet worden.

"Eine ganze Stadt, die inne hält - undenkbar", meinte Dekan Dr. Martin Mencke zur Begrüßung und erklärte: "Auch wenn natrülich nicht die gesamte Stadt mitmacht: Es gibt viele und immer mehr Menschen, die spüren, dass sie innehalten wollen, damit sie nicht durchdrehen." Gehetzt, gestresst und zerrissen - das seien die Signaturen unserer Zeit, so Mencke.

Er dankte Stadtkirchenpfarrerin Annette Majewski und ihrem Team für die Initiative, zum zweiten mal eine Woche der Stille auf die Beine zu stellen. "Sie haben die Sehnsucht der Menschen nach Stille wunderbar aufgenommen. Wir hoffen, dass das Format die Menschen inspiriert."

Pierre Stutz schloss in seinem Vortrag mit dem Titel "Heute schon geamtet?" nahtlos an Menckes Worte an und stellte fest, dass wir uns immer häufiger leben lassen, dass Menschen in der christlichen Botschaft nur die eine Seite des Liebesgebotes hörten: "Liebe deinen Nächsten". Obwohl es ja heißt: "Liebe Gott, liebe dich selbst, liebe die Anderen". Sich rund um die Uhr für die Mitmenschen abrackernd würden viele Menschen den eigenen Lebensrhythmus verlieren.'

Das Atmen machte Stutz als den Schlüssel zum inneren Kraftort aus: "Die Mystikerinnen und Mystiker aller Religionen haben immer wieder von der Kraft des Atmens gesprochen. Atmen ist persönlich, verbindet uns aber auch mit dem Lebensatem Gottes, mit allem, was lebt." Eindringlich wies er darauf hin, dass wir eine Kultur der Brachzeit, der Leere und Langeweile bräuchten.

Das gesamte Programm und alle Informationen: www.wiesbadenhaeltinne.de


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