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12 Quadratmeter Zuhause

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Wohncontainer statt Weihnachtskrippe

Wie fühlt es sich an, wenn das Zuhause ein 12 Quadratmeter großer Container ist? Vor der Ringkirche steht in diesem Jahr keine Weihnachtskrippe, sondern ein Wohncontainer. „12 Quadratmeter Zuhause“ heißt die Aktion, mit der Diakonisches Werk, Evangelisches Dekanat und Ringkirchengemeinde das Thema Wohnungslosigkeit sichtbar machen.

In weiteren Veranstaltungen und Aktionen rund um den Container soll dabei nicht nur über Wohnungslose, sondern auch mit ihnen gesprochen werden. In Wiesbaden leben zwischen 400 und 500 Wohnungslose.

Am Mittwoch, 5. Dezember, 19 Uhr, ist in der Ringkirche ein Podiumsgespräch mit dem Titel „12 Quadratmeter Zuhause". Artur Pflug berichtet über seinen Lebensweg und seine prekäre Wohnsituation. Gesprächsteilnehmer sind außerdem Sozialdezernent Christoph Manjura, Agim Kaptelli (Leiter Diakonisches Werk Wiesbaden) und Armin Jung (Wohncontainersiedlung). Moderation: Andreas Winkel (Hessischer Rundfunk)

Agim Kaptelli, Leiter vom Diakonischen Werk Wiesbaden: „Wir, die ein Zuhause haben, eine Wohnung, ein Haus, können nicht mal erahnen wieviel Leid damit verbunden ist, sein Zuhause zu verlieren und auf der Straße zu leben. In den Städten, wo der Wohnraum knapp wird, trifft es die Schwächsten am härtesten. Ihr Schicksal sichtbar zu machen, ihnen eine Stimme zu verleihen, sie in unsere Mitte zu holen – das ist unsere Aufgabe.“

Der Wohncontainer vor der Ringkirche bleibt bis zum Ende der Wintersaison im kommenden Jahr stehen und bietet Wohnungslosen eine Zuflucht. Er wird von der Teestube betreut.

In der Ringkirche ist parallel ab Sonntag, 2. Dezember, eine Fotoausstellung mit dem Titel „Mein Zuhause“ zu sehen. Die Wiesbadener Fotografin Marita Steuernagel hat Menschen in prekären und nicht-prekären Wohnsituationen großformatig in Szene gesetzt. Die Bilder sprechen in ihrer Gegensätzlichkeit für sich und zeigen, was Zuhause bedeuten kann und wie unterschiedlich Menschen in Wiesbaden leben. Wie wichtig ist eine eigene Wohnung als Rückzugsraum? Was macht Wohnungslosigkeit mit unserer Würde?

Programm

Mittwoch, 12. Dezember, 17 Uhr, „Ene mene muh, raus bist du!“, Ringkirche
Gesellschaftsspiele und Begegnungen

Mittwoch, 19. Dezember, 17 Uhr, Agapegottesdienst, Ringkirche
Pfarrer Stefan Reder mit Team

Von Montag bis Freitag (2. bis 19. Dezember), 18 Uhr: „10 Minuten am Container“
Kurzandacht und Vorstellung der Angebote für Wohnungslose der Diakonie

Öffnungszeiten der Fotoausstellung „Mein Zuhause“: Montag bis Freitag: 17 bis 18 Uhr; Samstag: 14 bis 18 Uhr; Sonntag nach dem Gottesdienst.

Wer das Containerdorf auf dem Freudenberg oder die allgemeine Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werks in Wiesbaden finanziell unterstützen möchte, kann das mit einer Spende auf folgendes Konto tun:

Spendenkonto:
Nassauische Sparkasse Wiesbaden
IBAN: DE78 5105 0015 0100 0216 76
BIC: NASSDE55XXX
Verwendungszweck "Containerdorf" oder "Wohnungslosenhilfe"


Das Containerdorf freut sich auch über Sachspenden wie Handtücher oder Hygieneartikel. Dafür vorher telefonisch bei Armin Jung (Projektmitarbeiter Containerdorf) nachfragen: Telefon 0160-2232192.


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