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Entschlossen gegen Fremdenfeindlichkeit

Synode verabschiedet Resolution einstimmig

Die Dekanatssynode Wiesbaden positioniert sich klar und deutlich gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und menschenverachtende Äußerungen. Auf ihrer Tagung am Samstag (15. September) hat sie einstimmig eine Resolution verabschiedet, in der es unter anderem heißt:

„Als Teil der Kirche Jesu Christi, sind wir überzeugt, dass Gott alle Menschen, gleich welcher Religion und Herkunft, zu seinem Ebenbild geschaffen und mit unantastbarer Würde ausgestattet hat. Gott lehrt uns, Jesus Christus in allen Menschen zu sehen und ruft uns zu einem Leben in Solidarität und Gerechtigkeit auf. Als Evangelisches Dekanat Wiesbaden verstehen wir Kirche auch als einen Ort des Widerstandes gegen rassistische, fremdenfeindliche und antisemitische Weltbilder“

Zugleich seien alle Christinnen und Christen wie alle Menschen guten Willens aufgefordert, sich in diesem Sinne in den friedlichen gesellschaftlichen Diskurs einzubringen und für ein gutes Miteinander in unserem Land zu engagieren.

Zuvor hatte Dekan Dr. Martin Mencke im Hinblick auf die bevorstehenden Landtagswahlen bereits gewarnt, dass Land und Volk in ein Klima von Hass und Abschottung abdriften und aufgerufen, sich auf Solidarität und Gerechtigkeit zu besinnen.

Die Resolution als pdf

Die Resolution im Wortlaut:

Wir stehen gemeinsam ein für Vielfalt und Mitmenschlichkeit und gegen Hetze und Rassismus

„Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde …“ 1. Mose 1,27

„Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40)

Als evangelisches Dekanat Wiesbaden, als Teil der Kirche Jesu Christi, sind wir überzeugt, dass Gott alle Menschen, gleich welcher Religion und Herkunft, zu seinem Ebenbild geschaffen und mit unantastbarer Würde ausgestattet hat. Gott lehrt uns, Jesus Christus in allen Menschen zu sehen und ruft uns zu einem Leben in Solidarität und Gerechtigkeit auf.

Mit großer Sorge nehmen wir wahr, dass Diskriminierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft zunehmen. Schreckliche Verbrechen werden ohne Rücksicht auf die Trauernden instrumentalisiert, um Hass zu verbreiten und Ressentiments gegen Menschen anderer Hautfarbe und Religion zu schüren.

Wir richten uns daher entschlossen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und menschenverachtende Äußerungen. Diese Einstellungen widersprechen nicht nur den Menschenrechten, wie sie die Vereinten Nationen 1948 beschlossen haben, sondern auch unserem christlichen Menschenbild.

In den Gemeinden des Dekanats Wiesbaden sind Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen, Nationalitäten und Lebensauffassungen zu Hause. Für ein friedliches Zusammenleben treten wir ein in unserer täglichen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, in Gottesdiensten und Predigten, in unserem diakonischen Handeln wie in unserem gesellschaftspolitischen Engagement. Zusammen mit vielen anderen gesellschaftlichen Akteuren und im vertrauensvollen Dialog mit anderen Religionsgemeinschaften setzen wir uns für Gleichbehandlung und Teilhabe aller Menschen ein.

Grundlage aller gesellschaftlichen Diskussionen muss die Würde des Menschen sein. Dieser Grundkonsens darf nicht ins Wanken geraten. Populistische Provokationen und das Spielen mit den Ängsten der Menschen fördern nicht den notwendigen konstruktiven Dialog um die Zukunft unseres Landes, sondern ermöglichen ein gesellschaftliches Klima, das Rassismus salonfähig macht und den Boden für menschenverachtende Hetze und Gewalttaten bereitet.

Als Evangelisches Dekanat Wiesbaden verstehen wir Kirche auch als einen Ort des Widerstandes gegen rassistische, fremdenfeindliche und antisemitische Weltbilder. Zugleich fordern wir alle Christinnen und Christen wie alle Menschen guten Willens auf, sich in diesem Sinne in den friedlichen gesellschaftlichen Diskurs einzubringen und für ein gutes Miteinander in unserem Land zu engagieren.


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