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Gerhard Müller verabschiedet

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Stellvertretender Dekan geht in den Ruhestand

Gerhard Müller, der langjährige stellvertretende Dekan des evangelischen Dekanats Wiesbaden, wurde am Sonntag in der Marktkirche in den Ruhestand verabschiedet. In der voll besetzten Kirche würdigten Propst Oliver Albrecht und Dekan Dr. Martin Mencke die Lebensleistung des engagierten Theologen, der sowohl als Gemeindepfarrer als auch auf der leitungsebene "Wiesbadener Kirchengeschichte mitgeprägt hat", so Albrecht.

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Gerhard Müller, 1952 in Hofheim /Ried geboren, hat in der Kirchengemeinde Hadamar als junger Pfarrer 1980 begonnen, 14 Jahre später wechselte er nach Wiesbaden, zunächst in die Markusgemeinde nach Biebrich, dann in die benachbarte Lukasgemeinde auf dem Gräselberg. Hier arbeiteten und lebten er und seine Frau 22 Jahre als Pfarrerehepaar, hier wurden die vier Kinder erwachsen. Ende 2016 verabschiedete sich das Paar aus Biebrich. Seitdem wirkte Gerhard Müller noch als stellvertretender Dekan und wird dem Dekanat Wiesbaden sogar noch offiziell bis Ende des Jahres zur Seite stehen, um eine wichtige Strukturveränderung weiter zu begleiten: die gemeindeübergreifende Kita-Trägerschaft, die das Dekanat Wiesbaden seit Beginn des Jahres 2017 gestemmt hat. 28 Einrichtungen werden seitdem zentral vom Dekanat am Wiesbadener Schlossplatz aus verwaltet. Damit sind mehrere hundert Kita-Mitarbeitende in die Personalverantwortung des Dekanats übergegangen. Ein struktureller Kraftakt, den Gerhard Müller seit mehreren Jahren mit Erfolg managt. Obwohl Müller bereits im Jahr 2000 stellvertretender Dekan wurde, war für ihn immer klar: „Ich wollte die Anbindung an die Gemeinde nie verlieren.“ Deswegen blieb der 65-Jährige auch bis zuletzt Vorsitzender des Kirchenvorstands der Lukasgemeinde, predigte regelmäßig in der Lukaskirche und organisierte Gemeindefahrten- und -ausflüge.

Mit seiner freundlichen Offenheit hat Gerhard Müller auch eine weitere große Strukturveränderung maßgeblich mitgestaltet: die Fusion der drei Dekanate zu einem Dekanat im Jahr 2000.

Als unangenehme Aufgabe hat er dabei indes die Kürzungen der Pfarrstellen empfunden, die von den Dekanen in den Regionen umgesetzt werden mussten.

In seiner Predigt in der Marktkirche sprach Müller darüber, dass Christen nicht dem Pessimismus anheimfallen müssten, wie es in dieser Welt, gekennzeichnet durch Digitalisierung und Globalisierung, gerade so vielen passiere. „Christen können die Hoffnung entgegensetzen.“ Er sprach über das Leben als „verdanktes Leben“ – nicht aus sich selbst heraus, sondern von Gott geschaffen. Das tröste und befähige dazu, positiv in die Zukunft zu schauen. „Jeder Mensch hat das Recht auf Unversehrtheit an Leib und Seele – auch die, die etwas anderes glauben als ich“, beschrieb er sein Verständnis von Toleranz. Propst Oliver Albrecht würdigte ihn als Pfarrer mit „hörendem Ohr und sehendem Auge“ und als Mann der leiseren, achtsamen Töne. Er habe seine Leitungsfunktion so empfunden, dass er dadurch andere stärken konnte.

Dekan Dr. Martin Mencke dankte seinem Stellvertreter für die Erfüllung der zahllosen Aufgaben gerade im Bereich der Verwaltung, aber auch in der Diakonie, der Telefonseelsorge, der Altenseelsorge, beim Verein EVIM und vielen anderen Gremien. Er habe sie auf nachhaltige Weise erfüllt. „Das Dekanat ohne Gerhard Müller ist fast unvorstellbar“, sagte Propst Albrecht. Um die „Zielsicherheit“ des Neu-Ruheständlers auch auf anderen Ebenen zu gewährleisten, schenkten seine Kollegen ihm zum Abschied einen Kurs im Bogenschießen, bevor beim Empfang im Festsaal des Rathauses auch der Dank der Stadtgesellschaft an den engagierten Pfarrer ausgesprochen wurde.

 


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