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Robert Belz wird ausgezeichnet

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Der Biebricher leitet seit rund 43 Jahren einen Spielkreis für Menschen mit und ohne Behinderung

Das Evangelische Dekanat Wiesbaden hat zum ersten Mal den mit 500 Euro dotierten „Wilhelm-Kahl-Preis für Mitmenschlichkeit“ verliehen. Erster Preisträger ist Robert Belz.

Seit 43 Jahren leitet der Biebricher in der evangelischen Markusgemeinde in der Waldstraße einen Spielkreis für Menschen mit und ohne Handicap. Kochen, basteln, Bowling-Ausflüge, Filme schauen und vor allem die jährliche Freizeit in ein Selbstversorgerhaus über Pfingsten sind feste Bestandteile dieses Kreises, der sich alle zwei Woche trifft.

Angefangen hat alles 1975: Belz war Konfirmand in der Markuskirche. Von den Werkstätten für behinderte Menschen wurde der Markusgemeinde damals mitgeteilt, dass die Menschen in den Werkstätten zwar eine Beschäftigung hätten, ihnen aber mehr soziales Miteinander fehle. Das war die Geburtsstunde des Spielkreises.

Das Angebot nahmen damals rund 30 Leute an, sie trafen sich regelmäßig in der Markusgemeinde. Als Belz dann in der Kirchengemeinde seinen Zivildienst absolvierte, gehörte dieser Kreis weiterhin zu seinen Aufgaben. „Und dann bin ich eben einfach immer dabei geblieben“, erzählt er. „Wenn der Spielkreis ausfällt, oder wir eine längere Sommerpause machen, dann fehlt den Teilnehmenden etwas“, sagt er.

Mittlerweile sind es nur noch rund 12 Teilnehmende und auch das Kernteam der Leitung schrumpft derzeit von drei Engagierten auf zwei. „Wir freuen uns, wenn Menschen zu uns dazu stoßen“, so Robert Belz. Die 500 Euro Preisgeld fließen in den Spielkreis zurück, vermutlich wird damit die Freizeit an Pfingsten finanziert.

Pfarrerin und Dekanatssynodalvorstandsmitglied Ursula Kuhn bezeichnet Robert Belz in ihrer Laudatio als einen Mann, der sich unaufgeregt, ohne großes Aufsehen und mit viel Herzblut für den Spielkreis engagiere: „Das hat uns im Dekanatssynodalvorstand zu dieser Nominierung motiviert“, so Kuhn. „Es ist uns eine große Freude, Ihnen, Robert Belz, den Wilhelm-Karl-Preis des Evangelischen Dekanats Wiesbaden überreichen zu dürfen.“

Der Stifter des Preises, Wilhelm Kahl, stammt aus Wiesbaden-Delkenheim. Er war, so beschreibt es Präses Gabriele Schmidt, die „gute Seele des Ortes“, engagiert in Kirchengemeinde und vielen Vereinen. Er hat dem Dekanat Wiesbaden nach seinem Tod ein Vermächtnis von 30.000 Euro hinterlassen mit der Auflage, jährlich einen Preis in Höhe von 500 Euro auszuloben für einen Mitbürger unabhängig von Konfession, Religion, Nationalität oder Geschlecht, der sich in besonderer Weise sozial engagiert hat.

Der Spielkreis findet alle 14 Tage dienstags in den geraden Wochen um 18.30 Uhr im Vorraum der Markuskirche (Waldstraße 85, 65187 Wiesbaden) statt. Interessierte sind herzlich willkommen. Infos und Kontakt: Telefon 0611- 844707, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .


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