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Gottesdienst für den neuen Propsteikantor

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Clemens Bosselmann offiziell ins Amt eingeführt

Er wird sich an seiner neuen Wirkungsstätte sicher ganz nebenbei eine Menge Fitness erarbeiten: In seinem Einführungsgottesdienst eilte Clemens Bosselmann, neuer Propsteikantor und Leiter der Schiersteiner Kantorei, etwa alle zehn Minuten treppauf, treppab von Empore zu Empore – denn in der Schiersteiner Christophoruskirche sind Orgel- und Choremporen getrennt.

Doch der junge Kirchenmusiker verfügt natürlich nicht nur musikalisch über die entsprechende Kondition und bewältigte nicht nur die zahlreichen Musik-Programmpunkte, sondern auch die Wege dorthin mühelos.

Bosselmann profilierte sich sowohl als Organist wie auch als Chorleiter, der die Schiersteiner Kantorei mit Werken wie „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ von Mendelssohn-Bartholdy oder Max Regers „Die Nacht ist kommen“ einfühlsam dirigierte. Er wurde von Dekan Martin Mencke in sein Amt offiziell eingeführt, der Grüße von Propst Oliver Albrecht überbrachte. Auch Dekanatskirchenmusikdirektorin Christa Kirschbaum hieß den neuen Kirchenmusiker herzlich willkommen. Gäste aus Kirche, Kirchenmusik, Kommunalpolitik und anderen Gemeinden waren beim Einführungsgottesdienst des neuen Kantors zugegen. Er hatte nach einem deutschlandweiten Ausschreibungsverfahren das Amt erhalten und genießt bereits jetzt große Wertschätzung des Chores, wie zu hören war. Als „junge, starke Künstlerpersönlichkeit“ bezeichnete ihn bereits im vergangenen Jahr sein Vorgänger Martin Lutz, der das Amt seit 1972 bekleidet hatte.

Clemens Bosselmann, Jahrgang 1985, stammt aus Dresden und war bereits als Jugendlicher Mitglied des renommierten Dresdner Kreuzchores, „der mich geprägt und meine Leidenschaft für Musik und ganz speziell für die Kirchenmusik entwickelt hat“, wie er im Vorwort zum neuen Jahresprogramm der Schiersteiner Kirchenmusik schreibt. Er studierte in Freiburg als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und Rudolf-Mauersberger-Stipendiat des Kreuzchors. In Freiburg war er unter anderem Leiter des Deutsch-Französischen Chors. Bis zu seiner Berufung nach Wiesbaden wirkte er als Kantor an der Michaeliskirche in Zeitz und im Kirchenkreis Naumburg-Zeitz. Dort hat er auch einen Jugendchor aufgebaut. Bosselmann ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder.

Er möchte die etablierten kirchenmusikalischen Reihen in seinem neuen Wirkungskreis gerne fortführen, aber auch eigene Akzente setzen. So wird es weiter die Bach-Vesper-Reihe geben und auch die „Schiersteiner Vespermusiken“ – mit einer Besonderheit zu Weihnachten: Dann wird Clemens Bosselmann an der Orgel improvisieren und Wünsche erfüllen – gerne auch aus dem Pop-Bereich. Als nächstes großes Werk steht am 10. März die Matthäuspassion von Bach in der Marktkirche auf dem Programm.

Dass seine Aufgabe vom Singen mit Grundschulkindern bis zur Mitarbeit am Zentrum Verkündigung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Frankfurt, beispielsweise als Jurymitglied bei Orgelwettbewerben, ein enorm breites Spektrum umfassen wird, betonten sowohl Dekan Martin Mencke als auch Kirchenmusikdirektorin Christa Kirschbaum.

Und für den guten Start erhielt der neue Kantor entsprechende „Gebrauchsanleitungen“: Ein Buch mit „500 Ausflugstipps im Rheingau“ war ebenso dabei wie eines zum Frankfurter Dialekt. Clemens Bosselmann bedankte sich bei diesem Gottesdienst musikalisch und erhielt vom Publikum, in dem sich auch zahlreiche Wiesbadener Kollegen befanden, abschließend Beifall.


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