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Pfarrer Sunny Panitz verabschiedet PDF Drucken E-Mail

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Nach 17 Jahren in der Ringkirche geht Panitz in den Ruhestand
„Ich habe den Dienst auch mit seinen Nöten immer gerne getan.“ Das sagte Pfarrer Dr. Sunny Panitz bei seiner Verabschiedung aus dem Dienst Ende Januar. Der langjährige Pfarrer der Ringkirche, Vizedekan und Vorsitzender der Evangelischen Gesamtgemeinde, ist in den Ruhestand gegangen.

Gerne hätte er noch länger gearbeitet, die Kirchenleitung hat es anders entschieden, denn, so Propst Oliver Albrecht, „wir haben momentan nicht genug freie Stellen für den Pfarrer-Nachwuchs“.

Panitz hat seinen Frieden mit dieser Entscheidung gemacht, er verabschiedete sich mit einer berührenden Predigt über 2. Mose 33, 21b-23, das Bibelwort, das auch zu seiner Ordination im Jahr 1980 in der Stephanuskirche gesprochen wurde. Er habe seinen Dienst nur 400 Meter entfernt beendet, sagte der Pfarrer, doch er habe nicht den Eindruck, dass seine geistliche Welt klein gewesen sei. Immerhin tat er zwischendurch auch Dienst in Kanada, er war Dozent und Studentenpfarrer, bevor er dann vor 17 Jahren in der Ringkirche begonnen hatte. Dort müsse er am heutigen Tage „zum letzten Mal tun, wozu ich berufen war“, doch er blicke dankbar zurück auf das „Teilen, Geben, Nehmen, miteinander gehen.“

Heimat und Geborgenheit habe er in der Kirchengemeinde gefunden. Ein kritischer Blick zurück offenbarte aber auch, dass die Theologengeneration, zu der sich Panitz zählt, „die Welt verändern wollte. Abrüstung, Frieden, den Hunger überwinden, die Kluft zwischen Arm und Reich, den Rassismus.“ Das aber sei heute schwieriger denn je. „Die politische Lage lässt heute das Klima erwärmen und die Hoffnung erkalten.“

Populistische Egomanen an den Schalthebeln der Politik spiegelten wider, „dass wir zurückgeblieben sind in der Verkündigung, in dem, was wir für unseren Auftrag hielten.“ Doch „innerlich brennt noch immer das Feuer“, konstatierte Panitz, und wusste sich geborgen in dem Glauben, dass vor Gott auch Stückwerk und vermeintlich leere Hände in der Gnade stehen.

Propst Oliver Albrecht verlas die Entlassungsurkunde für den Gemeindepfarrer, stellvertretenden Dekan und Vorsitzenden der Gesamtgemeinde. „Zutrauen wecken“ sei sein Leitmotiv gewesen. „Du warst ein Segen für die Ringkirche und das Dekanat. Aber auch du hast hier in schweren Zeiten Halt gefunden“, sagte er zu seinem scheidenden Kollegen. Dessen Predigten seien immer inspirierend gewesen, „jung, stark und froh“, habe er gepredigt.

„Manche hätten ihn gerne länger hier gesehen“, sagte auch Dekan Dr. Martin Mencke. Er würdigte Panitz‘ „nachdenkliche Kreativität“, die in ganz Wiesbaden gewirkt habe und überreichte dem Amerika-Fan, „Kollegen, Seelsorger und Freund“, als Geschenk ein Abonnement der Zeitschrift „New Yorker“. Dank erhielt Dr. Sunny Panitz auch von Werner Ott, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Gesamtgemeinde und der Kirchenvorstandsvorsitzenden Elke Flentge.


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