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125 Jahre Kirche in Rambach PDF Drucken E-Mail

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Die Kirche auf dem Hügel: ein Ort des Glaubens und der Hoffnung

Mit einer mehrtägigen Veranstaltungsreihe hat die evangelische Kirche in Rambach ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert, denn am 15. September 1892 wurde die Kirche eingeweiht. Ein Ausschuss aus acht Personen von Kirchen-, Ortsgemeinde und Vereinen hatte das Programm zusammengestellt.

Eröffnet wurde die Reihe mit einem gut besuchten Bildvortrag zur Geschichte der Kirche, den der bis 2002 amtierende frühere Rambacher Pfarrer Helmut Heinrich hielt. Er hatte auch die Festschrift und eine informative Ausstellung vorbereitet und bot mehrere Führungen durch die Kirche an.

„Kirche von ernst bis heiter“ war der Titel eines zweistündigen Abends mit Orgelmusik und Texten: Andreas Karthäuser an der Orgel präsentierte Stücke mit musikalischem Humor, aber auch kunstvolle ernste Werke klassischer und moderner Komponisten.

Pfarrerin Felizitas Muntanjohl las Texte zum Thema Kirche vor. Zuerst kam Martin Luther zu Wort. Was in einer Kirche geschieht, das Fest der Begegnung von Gott und Mensch, war für den Reformator die Hauptsache. Dadurch werde das Kirchengebäude geheiligt. Passend dazu erklang an der Orgel die Luther-Melodie „Ein feste Burg ist unser Gott“.

Bis zu dem Schweizer Dichterpfarrer Kurt Marti und dem Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil spannte sich der Bogen ausgewählter Geschichten, Gedichte und Anekdoten, und die 60 Zuhörer bekamen auch eine Probe in Frankfurter Mundart zu hören in Friedrich Stolzes köstlicher Erzählung vom trinkfesten „Parre Kännche“.

Am nächsten Tag gab es nach den Kirchenführungen ein Anspiel der Kita-Kinder und eine Sitztrommel-Werkstatt sorgten in der benachbarten Kindertagesstätte für Unterhaltung. Der im Jugendraum des Gemeindehauses gezeigte spannende Spielfilm „Luther“ von Eric Till hätte allerdings im Lutherjahr deutlich mehr Zuschauer verdient.

Umso mehr Besucher kamen dann zu einem Doppelkonzert in die Kirche. Mitglieder des Vereins für Akkordeon- und Instrumentalmusik Sonnenberg 1950 e.V. zeigten, was ihren Instrumenten an rhythmisch beschwingter Musik zu entlocken war, danach sang der bekannte Chor „Five Seasons“, geleitet von Alexander Franz, Arrangements moderner Popsongs, darunter auch der durch Louis Armstrong berühmte Hit „What a wonderful world“. Beide Gruppen ernteten in der vollen Kirche reichlich Applaus.

Den Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen bildete ein großer Festgottesdienst mit dem Kirchenchor und dem traditionellen Chor der Sängervereinigung unter der Leitung von Burkhard Keiper. Erstmals in Rambach wurden von der Gemeinde auch Lieder aus dem gerade in der Ev. Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) neu eingeführten Heft zum Gesangbuch EGplus gesungen, souverän am Keyboard begleitet von Andreas Karthäuser und mit Pfarrerin Muntanjohl als Vorsängerin.

Dekan Dr. Martin Mencke zeigte sich beeindruckt von so vielen singfreudigen Menschen im Gottesdienst. Er verknüpfte in seiner Predigt geschickt die biblische Geschichte von der Heilung eines Aussätzigen durch Jesus mit einem Rückblick auf das Entstehen der evangelischen Rambacher Kirche und einem Ausblick in die Zukunft. Christen, die durch Worte und Taten Gottes heilende Nähe erfahren, dürften in der Öffentlichkeit nicht schweigen, sondern hätten anderen mitzuteilen, was die Liebe Gottes an ihnen bewirkt hat.

Text: Michael Heymel


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