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Mit weißem Fahrtenhemd und Wimpel PDF Drucken E-Mail

Wiesbadener Christliche Jungenschaft „Kreuzfahrer“ feiern 60. Jubiläum

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Bild: EKHN/Töpelmann

Wiesbaden, 2.6. 2013. “Nimmer lassen wir das Fahrten“. Unter dem Motto der christlichen Jungenschaft „Die Kreuzfahrer“ feierten etwa 30 Jungen und Mädchen (am 2.6.) in der Evangelischen Matthäusgemeinde das 60. Jubiläum ihrer Gründung. Im Festgottesdienst mit den Pfarrern Jutta und Volker Weinmann predigte der Wiesbadener Dekan Dr. Martin Mencke. In der Geschichte der Kreuzfahrer – einer Ausgründung aus dem Christlichen Verein Junger Münner (CVJM ) im Jahr 1953 - zeige sich 60 Jahre Freiheitswillen junger Menschen, sagte der Prediger. Die Kinder und Jugendlichen unter dem Kreuzessymbol könnten sich fragen, wie sie „Arbeiter in der göttlichen Ernte“ werden. „Folgen wir den Spuren Jesu“, hatten die Heranwachsenden zuvor gesungen.

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In 20 Jahren – 2000 Einsätze der Notfallseelsorge PDF Drucken E-Mail

Wiesbadener Verein SiN feiert in Matthäuskirchengemeinde Jubiläum

 
Notfallseelsorger mit Festprediger Hans-Martin Heinemann, Stadtsuperintendent von Hannover, Bilder: EKHN/Töpelmann

Wiesbaden, 1. Juni 2013. In der Wiesbadener Matthäuskirche leuchteten zum Jubiläum „20 Jahre Seelsorge in Notfällen e.V.“ am Samstagmorgen gelb-reflektierende Einsatzjacken. Mit dem Kleidungsstück sind Einsatzkräfte bekleidet, die Unglücksopfern oder vom Geschehen Betroffenen Trost und Beistand leisten. Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann, vormals Dekan in Wiesbaden, rief im Gottesdienst dazu auf, das Leben als Geschenk Gottes zu verstehen. Jederzeit könne für einen Menschen der Lebensfaden zerreißen und das sorglose Leben beenden. An der Grenze des Lebens begegneten die Helfer menschlicher Angst und der Erkenntnis, dass niemand dem Leben eine Spanne hinzusetzen könne. Christen seien dazu aufgerufen, die Welt nicht der Sinnlosigkeit zu überlassen. „Bleibt kluge und heitere Seelsorger“, sagte er zum Einsatz der Pfarrer und Ehrenamtlichen. Die 25 Einsatzkräfte im Verein Seelsorge in Notfällen (SiN) werden in Wiesbaden von Polizei und Feuerwehr zu Katastrophen oder Unglücksfällen gerufen, um Unfallopfer, deren Angehörige, in manchen Fällen die Einsatzkräfte selbst zu betreuen. 2012 gab es in der Landeshauptstadt 116 Notfallseelsorge-Einsätze.

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50 Jahre Lukasgemeinde PDF Drucken E-Mail
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Lebendige Kirche schafft Zusammenhalt im Stadtteil

 

Politiker-Lob für 50 Jahre evangelische Lukasgemeinde auf dem Gräselberg


Wiesbaden, 19. Mai 2013. Die Evangelische Lukasgemeinde auf dem Wiesbadener Gräselberg hat am Pfingstsonntag (19.5.) unter Beteiligung mehrerer Vertreter der Landeshauptstadt, des Hessischen Landtags, des Evangelischen Dekanats und des Stadtteils Biebrich das 50.Jubiläum ihrer Gründung gefeiert. Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nickel lobte die Integrationsleistung der Christen im 1950 neu gegründeten Wohnviertel. Die tief im Stadtteil verwurzelte Gemeinde bringe Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zusammen. „Sie schaffen nicht nur eine lebendige Kirche, sondern sie sorgen für den Zusammenhalt im Stadtteil“, bestätigte der Politiker die Leistung. Ähnlich äußerte sich Ortsvorsteher Kuno Hahn. Er nannte den Gräselberg mit 8000 Migranten bei etwa 37.000 Einwohnern in Biebrich ein Beispiel für ein gutes Zusammenleben in der Welt. Für die Arbeitsgemeinschaft Biebricher, Vereine und Verbände bestätigte ihr Vorsitzender Günter Noerpel den Evangelischen im Gräselberger Quartier, einen großen Beitrag für den sozialen Frieden geleistet zu haben.


Bürgermeister Arno Goßmann beglückwünschte die Gemeinde zu ihrem Beitrag in der Diakonie und der Kindertagesstätte und damit bei „Bildung und sozialer Teilhabe“ wie er sagte. Vom Dank an die evangelische Kirche in Wiesbaden konnten sich gleichzeitig die anwesende Präses der Dekanatssynode Gabriele Schmidt, der Vorstandsvorsitzende Eberhard Busch, Peter Klein als Vorsitzender der kirchlichen Regionalverwaltung Wiesbaden-Rheingau-Taunus und deren Leiter Harold Spannaus angesprochen fühlen.

Im vorausgegangenen Gottesdienst hatte Dekan Dr. Martin Mencke am Beispiel des biblischen Gleichnisses vom Sämann kritisch gefragt, ob nicht vieles, was Christen bildlich gesprochen aussäten, nicht auf guten Boden falle. Dennoch müsse man nach dem biblischen Zeugnis damit rechnen, dass hundertfältig „Frucht“ aufgehe. Die Erzieherinnen, Sekretärinnen, Chorsänger, Kirchenvorsteher, Küster und Ehrenamtliche seien „Helden“ im Alltag einer Kirchengemeinde. „Lass den Mut nicht sinken, tue es weiter!“, wandte er sich an die Mitarbeitenden. Der Dekan zeigte sich überzeugt, dass bei kleiner werdenden Gemeinden auch in den nächsten 50 Jahren das Vertrauen auf die fruchtbare Arbeit der Kirchengemeinde erhalten bleiben werde.

Lob für die Ehrenamtlichen brachten die Pfarrer der Gemeinde, Gerhard Müller und seine Frau Christiane - sie sind gemeinsam seit 1995 Seelsorger auf dem Gräselberg - dadurch zum Ausdruck, dass sie eine Ehrenurkunde der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) an sechs besonders verdiente Engagierte in der Gemeinde überreichten: Karin Fuchs, Ludwig Hase, Walter Puck, Waltraud Wittgen, Dr. Hans Thumeyer und Ruth Czekalla.
 
Zur lebendigen Jubiläumsfeier, der auch die Landtagsabgeordneten Horst Klee und Ernst-Ewald Roth beiwohnten, trug der 1999 ebenfalls im Stadtteil gegründete Gospelchor „Gospical“ bei: Unter Leitung von Matthias Müller zeigten die Sängerinnen und Sänger, dass ihre Spirituals „Call to be“ oder „Oh Happy Day“ die Kirche auf dem Gräselberg musikalisch ganz schön in Bewegung halten.
Die Gründungsurkunde für die Kirchengemeinde war am 29. April 1963 noch vom damaligen ersten Kirchenpräsidenten der EKHN, Pastor Martin Niemöller, unterzeichnet worden. „Ein Grund zum feiern und zum Dankbarsein“, hatte Pfarrerin Christiane Müller zu Beginn gesagt.
 
 
 
 
 
 
 
Deutscher Evangelischer Kirchentag mit Losung „Soviel du brauchst“ beeindruckt Wiesbadener PDF Drucken E-Mail

 

 

Zum Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) in Hamburg (1.- 5. Mai) waren hunderte Wiesbadener Protestanten gereist. Die Vertreter und Vertreterinnen aus dem Evangelischen Dekanat Wiesbaden sah man an den zahlreichen Veranstaltungsorten:

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Transplantationsmediziner Professor Eckard Nagel im Hamburger Michel, Fotos: EKHN/Töpelmann

Am Abend des 1. Mai startete das Protestantentreffen mit Eröffnungsgottesdiensten auf dem Fischmarkt, am Strandkai, vor dem Rathaus und auf der Reeperbahn. Die Bischöfin in der Hansestadt, Kirsten Fehrs, rief auf der Bühne am Strandkai die Kirchentagsteilnehmer dazu auf sich zusammenzutun. Es gelte sich aufzurichten gegen abschätziges Reden von Rechts, gegen Kälte und Hass oder stampfende Nagelstiefel. „Was der Mensch zum Leben braucht -, ist doch Sinn“, sagte sie. Das Kirchentagsmotto „Soviel du brauchst“ ziele nicht auf Menge, Masse oder Macht. Es gehe vielmehr um Güte, Freundlichkeit, Sinn und Segen. „Es geht um Leben soviel du brauchst. Nimm es entgegen“, rief sie den Kirchentagsteilnehmern zu.

 

Steuerflucht muss aufhören
Kirchentagspräsident Professor Dr. Gerhard Robbers nannte das Motto des Protestantentreffens vor Pressevertretern eine zeitgemäße politische sowie kritische Aussage, die gleichzeitig hoffnungsvoller kaum sein könnte. „Sie zeigt, wie aktuell christlicher protestantischer Glaube ist“, sagte er. In Europa lebten die Menschen in einer Staatsschuldenkrise, in einer Wirtschaftskrise mit enormer Arbeitslosigkeit gerade bei Jugendlichen in vielen Ländern. Steuerflucht müsse aufhören. Der Kirchentag müsse fragen: „Was bedeuten Schuld und Vergebung in Zeiten von umstrittenen Bankengeschäften und Steueroasen“, fragte der Redner. Soviel du brauchst“, sei auch die Frage nach den Maßtäben der Wirtschaft und nach ethischen Grundsätzen. Es gelte das richtige Maß zu finden und die Gesellschaft zu bewegen, ihre Maßlosigkeit zu erkennen. Jede und jeder müsse sich selbst fragen – was er brauche.


 

„Da bin ich“
Bundespräsident Joachim Gauck begrüßte die Kirchentagsbesucherinnen und -besucher nach dem Gottesdienst mit einem einfachen „Hier bin ich“. Es sei denen, die sich auf dem Kirchentag treffen, ernst, sagte Gauck. Es gehe ihnen darum, Verantwortung zu übernehmen. Dabei sei entscheidend, wofür sich die Menschen einsetzten. Von der Verantwortung des Einzelnen hänge nicht alles ab in den gesellschaftlichen Verkrampfungen des Lebens. Entscheidend nannte er die Frage: Was machen wir aus den Gaben für diese Welt? Die Rede des Bundespräsidenten wurde mit großem Beifall aufgenommen.
Zum Gottesdienst hatten die Veranstalter ein überlebensgroßes Maskottchen „Dundu“ auf die Bühne und durch die Reihen laufen lassen. Es symbolisierte mit Gesten Hinschauen und Mitfühlen, Güte und Freundlichkeit.

Pressesprecher Roger Töpelmann war Teil des Teams im Pressebüro des DEKT. Aus einer Bibelarbeit berichtete er:
 

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Wolfgang Huber – seine Frau Kara las Bibeltexte, Fotos EKHN/Töpelmann

Huber: Geistig so viel bekommen, wie der Einzelne braucht
Die Halle B7 ist schon vor Beginn der Bibelarbeit mit Wolfgang Huber überfällt. Der ehemalige Berliner Bischof steht neben der Bühne und lächelt. Er hat seine Frau Cara mitgebracht, die heute die Bibeltexte lesen wird. Die Moderatorin zählt die lange Reihe der Funktionen des früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland auf, zuletzt nennt sie gar eine Auszeichnung: Huber ist Träger des Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband. Die Besucher in der Halle sind amüsiert.
Der einstige Theologieprofessor lobt die Bibelarbeiten als eine großartige Chance, auch geistig so viel zu bekommen, wie der Einzelne braucht. Nahrung für unseren Glauben, Stoff zum Nachdenken, sagt Huber – über den Tag hinaus.
Dann führt der am hellblauen Pult Stehende die Kirchentagsbesucher- und besucherinnen ins Gleichnis „Von der bittenden Witwe“, die ihr Recht sucht, im Lukasevangelium ein. Nachdem seine Frau den Text gelesen hat, bietet er kurz darauf noch eine andere Übersetzung an. Die seines langjährigen Bischofskollegen Christoph Köhler, dem Neutestamentler. Mit ihm habe er über sechs Jahre den Rat der EKD geleitet, fügt Huber hinzu und zeigt damit: Er weiß Menschen einzubinden, zu würdigen. Darin ist er wohl genial.
Dem Bibelausleger müssen die etwa 800 Teilnehmenden in der großen Halle schon genau zuhören. Denn schnell rückt er in einen seiner Sätze ein, dass die im Gleichnis geschilderte Situation der Frau sich nicht völlig von dem gesellschaftlichen Rang von alleinstehenden Frauen heute unterscheidet: „Das trifft nicht nur auf die antike Gesellschaft zu“, sagt Huber. Das Muster wirke sich bis heute aus, auch wenn es „auf dem Papier“ durch die Gleichberechtigung von Mann und Frau überwunden sei.
Der Theologe lässt es sich nicht nehmen, Kritik an aktuellen Vorgängen zu üben. Fairness in Gerichtsverfahren sei auch heute schwer. Im NSU-Verfahren in Mönchen fange das schon bei der Zuteilung von Berichterstatter-Plätzen an. Das Gericht, so Huber, habe sich hinter ein Losverfahren zurückgezogen, das neue Fragen aufwerfe.
Zum Schluss zieht Huber aus dem Gleichnis noch einige Antworten für heute: Für Christen komme Kapitulation vor der Angst und die Preisgabe der Hoffnung nicht in Frage. Stets gelte es, Gottes Parteinahme für die Armen einzufordern. Dann lasse sich auch nicht akzeptieren, dass die Einkommen für einige wenige immer astronomischere Höhen erreichten. „Ohne eine bewusste Umorientierung wird das nicht gehen“, sagt Huber zum notwendigen Umdenken. Und: Die Kirchen können vorangehen.

Ohne Pfadfinder nicht zu denken
Der Dotzheimer Matthias Kosmehl ist Heliand-Pfadfinder aus der Paul-Gerhardt-Gemeinde und wurde als Hallenleitung auf dem Hamburger Messegelände eingesetzt. 15 weitere Wiesbadener Helfer beteiligten sich an den Ordnungsdiensten. Eine wichtige freiwillige Arbeit. Kosmehl, der in Marburg Evangelische Theologie und Geschichte studiert, musste bei 3700 Posaunen- und Trompetenbläsern für geordneten Ablauf sorgen. Die Posauenchöre probten für den Abschlussgottesdienst an der Bühne im Stadtpark der Hansestadt. Dem jungen Mann gefällt, dass er hier Pfadfinder aus ganz Deutschland getroffen hat.

Lärm bleibt Thema
Propst Dr. Sigurd Rink hat einen Auftritt im sogenannten „Anti-Lärmhaus“ des Kirchentages. In einer Diskussionsrunde berichtet er über die Lärmereignisse durch Güterzüge der Deutschen Bahn im Rheingau und am Mittelrhein. In kurzen audiovisuellen Sequenzen können Besucher im Anti-Lärmhaus erfahren, dass Züge und Flugzeuge eine außerordentliche Lärmquelle sind. Der Propst setzt sich schon über Jahre für weniger Fluglärm über Hochheim, Flörsheim, Massenheim und Wicker ein, unter anderem im Evangelischen Flughafenforum, einem Gremium gegen den Lärm. Im Rheintal, das ebenso zur Propstei Süd-Nassau gehört, unterstützt Rink mehrere Bürgerinitiativen.
Begegnungen
Der Wiesbadener Gospelchor Xang unter Leitung von Gerhard Müller hatte drei Auftritte: In der Christengemeinde Elim führten die Sängerinnen und Sänger bei „Close to You“ modernen Gospel vor. Aufführungen in einer Kirche in den Stadtteilen Ottensen und Hamm folgten.
Ulrich Kind, Kirchenvorsteher in der Dotzheimer evangelischen Kirchengemeinde, ist erstmalig auf dem Kirchentag. Er freut sich über die zahlreichen Begegnungen und hofft auf Anregungen für seine Kirchengemeinde.
Sozialpfarrer Dr. Christian Fischer kann einen besonderen Erfolg zum Kirchentag verbuchen: 180 Mitfahrer gewann er für die gemeinsame Busreise in die Hansestadt.

 

 
Wer sein Leben aktiv führt, will bis zuletzt Regisseur bleiben PDF Drucken E-Mail

Vortragsreihe der Evangelischen Stadtakademie endete


Wiesbaden, 6. Mai 2013. Die Station B 32 „Palliativmedizin“ an den Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) in Wiesbaden riecht kaum nach Krankenhaus. Auch habe die Ärztin bei der Visite kein einziges Mal auf ihre Uhr geschielt. Mit hohem Lob von Patienten leitete Moderatorin Dr. Ina Claus den letzten Vortrag (am 6.5.) in der Reihe der Evangelischen Stadtakademie Wiesbaden „Baustelle Mensch - Ebenbild Gottes“ ein, der im Titel fragte: Palliativmedizin – Katalysator einer anderen Medizin?

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