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"Wir haben keine Flüchtlingskrise, sondern eine Werte- und Sinnkrise" PDF Drucken E-Mail

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Tröglitzer Ex-Bürgermeister kommt nach Wiesbaden

Im März 2015 trat Markus Nierth (Foto: Nierth) wegen fremdenfeindlicher Hetze von seinem Amt als Tröglitzer Bürgermeister zurück. Der evangelische Theologe und Trauerredner hat in seinem Buch „Brandgefährlich. Wie das Schweigen der Mitte die Rechten stark macht“ seine Erlebnisse im ostdeutschen Tröglitz verarbeitet. Mitte Januar war er in Wiesbaden zu einem Vortrag mit Diskussion zu Gast. In einem Interview spricht er über die Ereignisse von damals:

Tröglitz gibt es nicht nur in Sachsen-Anhalt, sondern überall in Deutschland – das sagen Sie am Ende Ihres Buches. Was können wir für Wiesbaden aus Tröglitz lernen?
Die Zivilgesellschaft in den Großstädten und wohl generell in Westdeutschland ist sicherlich stärker durch ihre Bereitschaft zum Engagement. Aber einige kleinere Städte und Regionen, besonders im Osten, erleben sich zu Recht als abgehängt, als zurückgelassen, weil sie in den vergangenen Jahren in der Infrastruktur viel Wichtiges und Identitätsstiftendes verloren haben, weil vor allem die fittere, junge Generation weggezogen ist und damit auch hier im Westen die Wohlstandsregionen neu vitalisiert hat.

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Ein Urgestein der Notfallseelsorge: Detlef Nierenz verabschiedet PDF Drucken E-Mail

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Arno Goßmann: "Notfallseelsorge ist wichtiger Partner der Stadt"

Detlef Nierenz hat sich aus dem aktiven Dienst der Notfallseelsorge verabschiedet. Der 76-Jährige, der lange evangelischer Pfarrer in der Bergkirche war, ist neben Pfarrer Andreas Mann einer der Gründungsväter des Wiesbadener Vereins Seelsorge in Notfällen (SiN), den er auch rund zwei Jahrzehnte als Vorsitzender leitete. Für sein Lebenswerk erhielt Nierenz 2007 unter anderem sogar das Bundesverdienstkreuz am Bande.

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Ringkirchenorgel ist "Orgel des Monats" PDF Drucken E-Mail

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„Wunderbare Klangfarben sind wieder da“

Die historische Walcker-Orgel in der Wiesbadener Ringkirche wurde in diesem Jahr umfassend saniert. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) getragene Stiftung Orgelklang hat die Instandsetzung des von ihr als „Orgel des Monats Dezember 2016“ gewürdigten Instruments mit 4000 Euro gefördert. Finanziert wurde das insgesamt rund 300.000 Euro umfassende Projekt von Seiten der Gemeinde unter anderem auch durch Erlöse eines eigens publizierten „Ringkirchenkrimis“.

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Auf Entdeckungsreise im Museum PDF Drucken E-Mail

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"join" - Wo Familien sich interkulturell begegnen
Schauen und staunen, sich begegnen, Spaß haben und die Berührungsängste mit dem Museum verlieren: Deutsche und ausländische Kinder, Kinder mit Fluchterfahrung und Migrationshintergrund von der Adalbert-Stifter-Grundschule haben mit ihren Eltern und Geschwistern zusammen die Naturhistorische Sammlung des Museum Wiesbaden erkundet.

Und nicht nur Astrid Lembcke-Thiel, Leiterin der Abteilung Bildung und Vermittlung des Museums, hofft, dass die Familien noch einmal wieder kommen. Denn ein Museum, so Lembcke-Thiel, sei schließlich etwas Völkerverbindendes. Auch die Projektkoordinatorin Carla Hildebrandt von der Evangelischen Familien-Bildungsstätte in Wiesbaden würde sich wünschen, dass Kontakte, die hier zwischen deutschen Familien und Familien mit Fluchterfahrung entstanden sind, bleiben, dass man sich auch künftig nachbarschaftlich begegnet.

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Weihnachten hinter Gefängnismauern PDF Drucken E-Mail

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„Ich habe versucht, etwas schön zu machen, was nicht schön ist“

Der evangelische Gefängnisseelsorger Pfarrer Eckhard Jung erlebt Weihnachten alljährlich im Jugendgefängnis in der Wiesbadener Holzstraße. Das ist für ihn, die Gefangenen, aber auch für die Bediensteten immer wieder eine Herausforderung.

Wie fühlt sich das an: Weihnachten und die Adventszeit im Gefängnis?
Es ist für mich eine sehr intensive Zeit, denn Weihnachten ist auch für die Gefangenen ein besonderes Fest. Viele versuchen zwar, es möglichst gelassen zu übergehen, aber kaum einem gelingt dies. Ich merke deutlich, dass die Stimmung in der Adventszeit zunehmend angespannt ist.
Viele haben ein inneres Bild davon, wie Weihnachten gefeiert werden sollte: mit Freunden, in der Familie – vor allem friedlich. Auch wenn manche das vielleicht nie so erlebt haben, ist für sie die Vorstellung, Weihnachten alleine in einer Zelle zu verbringen, hart. Denn auch an Weihnachten muss jeder um 19 Uhr in seiner Zelle sein, die dann verschlossen wird. Für mich ein sehr bedrückendes Bild.
Ich erinnere mich noch, dass ich im ersten Jahr die Idee hatte, für eine Gruppe Jugendlicher Bratäpfel zu backen und dass wir uns dann noch gemütlich zusammensetzen könnten. Das hat überhaupt nicht geklappt. Es war ein ständiges Kommen und Gehen und etliche Bratäpfel flogen aus dem Fenster. Erst später begriff ich, warum mein Angebot nicht funktioniert hatte: Ich habe versucht, etwas schön zu machen, was nicht schön ist.

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